Kampagnen

Lass die Sau raus!

Kein anderer Sektor trägt so massiv zum Verlust der Artenvielfalt, der Rodung von Wäldern und der Zerstörung unseres Klimas, der Gefährdung unserer Gesundheitssysteme und zum Leid der Tiere bei wie die industrielle Fleischproduktion. Die Folgen sind wissenschaftlich belegt und Land auf und ab diskutiert. Jetzt ist es höchste Zeit zu handeln: Sollen die Ziele der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen erreicht werden, muss die Fleischproduktion grundlegend umgebaut werden.

Alrun Schleiff (Heinrich-Böll-Stiftung) zeigt die wichtigsten Instrumente und politischen Maßnahmen gegen die negativen Auswirkungen der Fleischindustrie und warum kein anderer Sektor solch negativen Auswirkungen auf Artenvielfalt, Klimawandel und Gesundheit hat.

Im Vorfeld wird Campusgrün die Ergebnisse seiner Kampagne "Eine Woche Fleischkonsum an den Mensen des Studierendenwerks Mainz" vorstellen.

Vorgehensweise

Für unseren Flyer war es uns ein Anliegen, die Anzahl der für die Mensen geschlachteten Tiere hochzurechnen, und diese anschaulich und vorstellbar abzubilden. Unsere Berechnungsmethode nutzte dafür gängige Studien und Messmethoden:

Mit freundlicher Unterstützung des Studierendenwerks Mainz haben wir die Jahresbezugsmenge (Einkäufe) der Fleischprodukte des gesamten Jahres 2017 erhalten. Die Liste der Einkäufe bezieht sich dabei auf alle Mensa-Standorte des Studierendenwerk Mainz (Zentralmensa, GFG, Mensaria, ReWi, Bingen, K3, Holzstraße). Die Anzahl der Tiere wurde berechnet anhand der uns vorliegenden Daten der Einkäufe von reinen Fleischprodukten. (Fisch wurde nicht berücksichtigt). Die Auflistung der verschiedenen Produkte wurde einer Tierkategorie zugeteilt (z.B. Salami zu Schwein oder Hühnerbrust zu Geflügel). Danach wurde die von uns errechnete gesamte Kilogrammzahl des Jahres 2017 für die Kategorien Rind, Schwein und Geflügel (Wild wurde vernachlässigt) in eine exemplarische Anzahl von Tieren umgerechnet.

Dafür wurde die Berechnungsmethode dieser Website  genutzt, jedes Tier wurde entsprechend ihres reinen Fleischanteils gewertet. Somit entsprechen laut unseren Berechnungen 300kg Rindfleisch beispielhaft einem getöteten Rind. Der Übersichtlichkeit halber wurden Enten- oder Gänsefleisch in der Geflügelkategorie in dem Flyer als Hühner abgebildet.

Für die Berechnung des CO2-Verbrauchs wurden statistische Werte des Öko-Instituts und PETA genutzt.

Für die Berechnung des Wasserverbrauchs wurden die Werte von Water Footprint genutzt (ebd.).

Die Zahlen schwanken, der am meist zitierte Bericht geht von 18% aus, eine Studie des WWF sogar 51%.