Wahlprogramm 2022

Hey, du! Wir sind Campus­grün, eine links­grüne Hochschul­gruppe. Im letzten Jahr haben wir uns u.a. erfolg­reich für die Abschaf­fung der Anwesen­heits­pflicht und die Stärkung von margi­na­li­sier­ten Gruppen einge­setzt. Wir wollen noch mehr errei­chen: einen grüne­ren Campus, mehr Support in finan­zi­el­len und psychi­schen Krisen, dauer­haft flexi­ble digitale Lehre, uvm. Für eine nachhal­tige und soziale Uni: Campus­grün! (Liste 1)

Hier geht’s zu unserer Wahlzei­tung.


Solidarischer Campus

Treffpunkte für Studis zur Corona-Zeit

Die Semes­ter in der Corona-Pande­mie brauchen soziale Angebote, die im digita­len Raum statt­fin­den und Studie­rende zusam­men­brin­gen. Ver-mehrt sollen außer­dem Angebote für inter­na­tio­nale und Erasmus-Studie­ren­den ermög­licht werden, da es für diese  vor allem schwe­rer sein kann neue Menschen kennenzulernen.

Studieren in der Pandemie

In Online-Semes­tern sollten nicht genutzte Seminar­räume als Arbeits­plätze für Studis zur Verfü­gung gestellt werden. Weiter­hin Fehlver­suchs­re­ge­lung ausset­zen, Regel­stu­di­en­zeit­se­mes­ter (z.B. BAföG) ausset­zen, Abmel­dung von Prüfun­gen bis zu 48 h vorher, Teilhabe in Präsenz oder digital ermög­li­chen (je nach Bedürf­nisse): Bereit­stel­lung techni­scher Geräte (auslei­he­mä­ßig),  Pflicht bei Semina­ren, Inhalte digitale zur Verfü­gung zu stellen (Inhalte sollten nachvoll­zieh­bar darge­stellt werden: Skripte, Folien, optio­nal: Aufzeich­nun­gen der Sitzungen)Digitale Prüfun­gen sollten an der Univer­si­tät abgelegt werden dürfen, um Ungleich­hei­ten z.B. wegen schlech­tem Inter­net zu vermei­den. Dafür sollten beispiels­weise Räume/Arbeitsplätze, in denen in Ruhe gearbei­tet werden kann, zur Verfü­gung gestellt werden. 

Studierende in finanzieller Not unterstützen!

Studie­rende müssen sich in finan­zi­el­ler Not wegen der unzurei­chen­den Bundes­hil­fen weiter selbst helfen. Der AStA bietet hier adäquate Hilfe­stel­lung. Wir wollen uns dafür einset­zen, die  Antrags­stel­lung so barrie­re­arm wie möglich zu gestal­ten. Durch eine Änderung der Härte­fall­ord­nung soll der Zuschuss zum Semes­ter­ti­cket noch einfa­cher für Studie­rende zugäng­lich sein.



Diskriminierungsarmer Campus

Antidiskriminerungsarbeit

Die JGU verfügt nicht über ausrei­chende Struk­tu­ren um Betrof­fene von Diskri­mi­nie­rung ausrei­chend zu beraten und zu betreuen. Deshalb fordern wir die Univer­si­täts­lei­tung dazu auf, eine unabhän­gige und niedrig­schwel­lig zugäng­li­che Antidis­kri­mi­nie­rungs­stelle, die Betrof­fene anonym und kompe­tent berät, einzu­rich­ten! Außer­dem wollen wir uns dafür einset­zen, dass Infos über bereits vorhan­dene Strukturen/Angeboten leich­ter zugäng­lich gemacht werden und fordern auch die Univer­si­tät auf, diese inten­si­ver zu bewerben.Wir fordern, dass die Univer­si­tät verstärkt Sensi­bi­li­se­rungs­an­ge­bote für diskri­mi­nie­rungs­ar­mes Sprechen/Handeln anbie­tet und Dozie­rende dazu verpflich­tet regel­mä­ßig solche Angebote wahrzunehmen. 

An der Univer­si­tät existie­ren viele diskri­mi­nie­rende Struk­tu­ren: Unter anderem setzen wir uns dafür ein, dass bei der Korrek­tur von Klausu­ren Lehren­den ledig­lich die Matri­kel­num­mer des Studis vorliegt und nicht die Namen oder ZDV, um diskri­mi­nie­rende Bewer­tung oder Bevor­zu­gung zu verhin­dern (Beispiel: “Deadnaming”).
Zudem soll es möglich sein, seinen Namen im Daten­sys­tem der Univer­si­tät unbüro­kra­tisch ändern zu lassen.

Kritische Reflexion von Inhalten

Wir fordern die Fachbe­rei­che dazu auf, dass Inhalte der Veran­stal­tun­gen auf Repro­duk­tion von diskri­mi­nie­ren­den und postko­lo­nia­len Struk­tu­ren geprüft werden. 

Barrierefreiheit nicht nur im Seminarraum!

Barrie­re­frei­heit hat viele Facet­ten. Wir fordern, dass nicht nur alle physi­schen Barrie­ren abgebaut werden, sondern auch die digitale Barrie­re­frei­heit voran­ge­trie­ben wird. Studie­rende mit Seh- und Hörbe­hin­de­run­gen dürfen nicht alleine gelas­sen werden.


Geeinter Campus

Sommerfest studentischer gestalten!

Durch die Pande­mie musste das Sommer­fest im Jahr 2020 abgesagt werden. Wir hoffen, dass wir euch beim Sommer­fest 2021 wieder begrü­ßen dürfen. Dieses wollen wir studen­ti­scher gestal­ten. Alle Hochschul­grup­pen und Fachschaf­ten sollen die Möglich­keit bekom­men, mitzu­wir­ken, um zu zeigen, wie vielfäl­tig die Univer­si­tät ist.

Hochschulpolitik zugänglicher machen

Wir sehen, dass der AStA in seiner Struk­tur teilweise von Studie­ren­den, die nicht in der Hochschul­po­li­tik aktiv sind, abgekap­selt ist. In der nächs­ten Legis­la­tur möchten wir uns dafür einset­zen, dass in Arbeits­be­rei­che nicht nur gewählte Studierendenvertreter*innen mitma­chen können, sondern alle, die Spaß an der Arbeit im AStA haben (so, wie es bereits jetzt in den AGs des AStA möglich ist). Die gewähl­ten Referent*innen würden dann eher eine Sprecher*innenfunktion einneh­men, während der Arbeits­be­reich Entschei­dun­gen und inhalt­li­che Arbeit gemein­sam vorbe­rei­tet.
Mehr Kampa­gnen von unten (siehe Lützi): Was auf unserer politi­schen Agenda steht, soll nicht allein im AStA bestimmt werden und nicht allein Appell an die Politik sein. Wir möchten Verän­de­rung selbst in die Hand nehmen.

Klare Kante gegen Querdenkende!

Es kam in jüngs­ter Vergan­gen­heit vor, dass sich Querden­kende auf dem Campus versam­melt haben. Wir stehen klar gegen Wissen­schafts­feind­lich­keit, Rechts­po­pu­lis­mus und Geschichtsrevisionismus.

Klare Kante gegen Rechts!

Keine Bühne für neue rechte und rechts­ex­tre­mis­ti­sche Gruppie­run­gen auf dem Campus!

Wir wollen eine ökolo­gi­schere Mensa: Klima- und tierfreund­li­ches veganes Essen soll norma­li­siert werden. Jeden Tag sollte es mindes­tens ein veganes Haupt­ge­richt geben. Generell sind rein vegane Tage wünschens­wert. Klima­freund­li­ches Essen muss vergleichs­weise günsti­ger sein.
Auch Univer­si­tä­ten müssen ihren Beitrag zur Klima­ge­rech­tig­keit leisten. Wir brauchen weniger Parkplätze und mehr Grünflä­chen. Wir brauchen mehr Gemüse­beete, Fahrrad­stän­der und eigene Fahrrad­wege. Wir setzen uns für die ökolo­gi­sche Verkehrs­wende auf dem Campus ein. Insge­samt muss das Nachhal­tig­keits­prin­zip in allen univer­si­tä­ren Struk­tu­ren berück­sich­tigt werden.

Freie und ökologische Studentische Räume

Selbst­ver­wal­tete Räume auf dem Campus wie das Haus Mainusch sind ein elemen­ta­rer Bestand­teil kultu­rel­len Lebens auf dem Campus. Wir stehen für eine weiter­hin enge Zusam­men­ar­beit mit dem Haus Mainusch und möchten mehr Freiräume auf dem Campus erwir­ken. Neben Freiräu­men für kriti­sches und reflek­tier­tes Denken sehen wir die Schaf­fung von grünen Räumen als essen­zi­ell an. Grünflä­chen können in Zeiten, in denen Sommer immer heißer werden zu einer klima­ti­schen Entspan­nung auf dem Campus führen. Darüber hinaus werden zwischen den vielen versie­gel­ten Flächen Rückzugs­räume für Lebewe­sen wie Insek­ten oder kleine Säuge­tiere und Vögel geschaf­fen. Auch als Begeg­nungs­räume können Grünflä­chen dazu dienen, den Campus lebens­wer­ter zu gestalten.

Studentischer Wohnraum

Wohnraum in Mainz ist teuer. Die Durch­schnitts­miete der Wohnheim­zim­mer des Studie­ren­den­werk Mainz gehört zu der teuers­ten in Deutsch­land. Da die Preise am Wohnungs­markt nicht natur­ge­ge­ben sind, kann durch politi­sche Maßnah­men eine entspann­te­rer Situa­tion geschaf­fen werden. 

Wir fordern politi­sche Entscheidungsträger*innen dazu auf ihrer Verant­wor­tung nach zu kommen.

Digitaler Campus

Flexi­ble An- und Abmeldephase!

Wir möchten die 48-Studen-Regel, die wegen Corona einge­führt wurde, beibe­hal­ten und auswei­ten. Studie­ren­den sollten sich bis zu drei Tag vorher zu einer Prüfung anmel­den können und bis zu einem vorher abmelden.

Digitale Lehre beibehalten!

Auch nach der Pande­mie müssen die digita­len Angebote der Univer­si­tät weiter beibe­hal­ten und ausge­baut werden. Wir fordern, dass Veran­stal­tun­gen auch digital zugäng­lich sind und wenn möglich aufge­zeich­net werden.